Kurpan am Südfriedhof, etwa 1917

Wie alles begann...

Im Jahr 1901 lud Pauline Kurpan Blumen in einen kleinen Handkarren und zog ihn zum Eingang des neu gegründeten Südfriedhofs. Seitdem ist dort am Höninger Platz der Firmensitz.


Pauline Kurpan

Weitab von der Innenstadt freuten sich die ersten Friedhofsbesucher über die damals neue Gelegenheit, vor Ort frische Blumen zu erwerben. Hieraus entstand im Jahre 1907 ein fester Blumenhandel. Bereits 1919 zog es an Allerheiligen die Bürger zum Südfriedhof. Schon damals wurde aus der „Blumenhalle Kurpan“ eine Institution; sie ist es bis heute.

Tochter Ellen Mathie absolvierte 1936 die Blumenbindemeisterprüfung und gab dem Geschäft einen ersten floristischen Anstrich. Bis zum heutigen Tag ist „Blumen Kurpan“ weithin bekannt für seinen überdurchschnittlich hohen floristischen Anspruch. Gleichzeitig wuchs der Friedhof weiter. Stattliche Gräber entstanden, Zeugen damaliger Wirtschaftsstärke und Familienbindung. Die wachsende Nachfrage nach der Gestaltung und Pflege führte zum langjährigen Schwerpunkt des Geschäftsbetriebes bis heute.

Sohn Rudolf Blissenbach musste als junger Gärtner im Krieg die mehrmals zerbombte Gärtnerei in unermüdlichem Einsatz immer wieder aufbauen. Später sorgten er und seine im Blumengeschäft tätige Frau Lelo gemeinsam mit 30 Mitarbeitern für einen großen, zufriedenen und treuen Kundenstamm.


Rudolf Blissenbach

Nach dem Krieg verlief die Entwicklung von „Blumen Zimmer“ schon parallel: Im Jahre 1945 gründete der Großvater von Uwe Zimmer, Friedrich, ebenfalls am Höninger Platz einen Gartenbaubetrieb. Friedrich Zimmer entstammte einer uralten Gärtnerdynastie, deren Wurzeln sich bis tief in die Zeit der Hugenotten zurückverfolgen lassen.

Unter der späteren Leitung von dessen Sohn und Uwes Vater Heiner – seit 1965 Gärtnermeister und noch heute der „Senior“ in der Gärtnerei am Steinneuer Hof – florierte der Betrieb am Höninger Platz, stets in freundschaftlichem wie heftigem Wettbewerb zu „Blumen Kurpan“.

Beide Betriebe weiteten sich im Jahr 1971 zum Steinneuer Hof vor den Toren der Stadt Köln aus, wo man noch heute mit Leidenschaft die Pflanzenanzucht betreibt.

Enkel Uwe Zimmer mit seiner im Geschäft tätigen Ehefrau Kirsten übernahm den Betrieb im Jahre 2001 nach erfolgreicher Meisterprüfung als Friedhofsgärtner. Unter seiner anerkannt fachkundigen Hand entwickelte sich Blumen Zimmer schnell zum Vorzeigebetrieb der Branche, mit dem Uwe Zimmer auf zahlreichen Ausstellungen und Gartenschauen regelmäßig bedeutende Preise erzielen konnte.

Bei „Blumen Kurpan“ gab es zuvor schon eine ähnliche Entwicklung: Vor mittlerweile über 30 Jahren, Anfang der 80-iger Jahre, übergaben die Eltern Rudi und Lelo Blissenbach das Unternehmen ihrer einzigen Tochter Birgit Dircks – Menten, die inmitten der Gärtnerei und des Blumengeschäftes aufwuchs. Sie absolvierte die Ausbildungen zur Florist- Meisterin und Gärtnerin und arbeitete im In- und Ausland. In 4. Generation, ohne Unterbrechung der Familientradition, führt sie das Unternehmen, und jetzt, seit 2013, gemeinsam mit Uwe Zimmer. Zum 31.12.2017 zog sich Birgit Dircks-Menten ins Privatleben zurück.

Aus der Fusion der Familienunternehmen „Blumen Kurpan“ und „Blumen Zimmer“ entstand zum Jahresbeginn 2013 das Unternehmen „Kurpan Zimmer“.

Als eines der ältesten und erfolgreichsten Unternehmen der Branche in Köln hat es als wesentliches Asset viele sehr langjährige Mitarbeiter aus beiden Unternehmen. Diese wie auch die ebenso hervorragend ausgebildeten jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern mit all ihrem Können und ihrer Erfahrung den Fortbestand des immer noch als Familienbetrieb auftretenden Unternehmens im zeitlichen Wandel.

Beide Betriebe bildeten schon immer regelmäßig und mit guten Ergebnissen in den Fachberufen aus. Dabei wird es auch in Zukunft bleiben, ebenso bei dem großen Engagement von Uwe Zimmer in berufsständischen Vereinigungen und Prüfungskommissionen wie auch in Gremienfunktionen der Friedhofsgärtner – Genossenschaft. Und für diese unternehmerische Zukunft steht mit den Söhnen der Eheleute Zimmer heute schon die vom Gartenbau infizierte Nachfolge-Generation in den Startlöchern.